An der Kellerwand sitzt ein weißer, flaumiger Belag, der sich mit der Hand abwischen lässt und nach ein paar Wochen wieder da ist. Im Sprachgebrauch heißt das Salpeter. Gemeint ist ein Gemisch aus Salzen und Mineralen. Es steckt gelöst im Mauerwerk und wandert mit dem Wasser an die Oberfläche.
Der Belag zeigt an, dass Wasser durch das Mauerwerk läuft. Das ist der Schaden, um den es geht.
Wie die Salze in die Wand kommen
Salze stecken im Erdreich, im Baustoff und in vielen alten Kellern auch in der früheren Nutzung. Wo Vieh stand oder Mist lagerte, ist der Boden bis heute damit angereichert.
Zieht Wasser durch das Mauerwerk, löst es diese Salze und nimmt sie mit. An der Oberfläche verdunstet das Wasser, die Salze bleiben zurück und kristallisieren aus. Beim Kristallisieren brauchen sie mehr Platz, als sie gelöst hatten. Dieser Druck sprengt Putz und Mörtel von hinten ab. Neben dem weißen Belag bröselt deshalb auch der Putz.
Salze ziehen zusätzlich Feuchtigkeit aus der Raumluft an. Eine versalzene Wand bleibt dadurch selbst dann klamm, wenn von unten längst kein Wasser mehr nachkommt.
Warum Abwischen nicht reicht
Der Belag lässt sich abbürsten, und die Wand sieht danach sauber aus. Solange Wasser durch das Mauerwerk läuft, kommt der nächste Belag. Ein Anstrich darüber hält ebenfalls nicht, er platzt an denselben Stellen wieder ab, weil der Druck der Kristalle von hinten kommt.
Zuerst wird der Weg des Wassers abgestellt. Dann kommen die Salze aus der Wand oder werden gebunden, und erst danach geht es an die Oberfläche. In dieser Reihenfolge hält die Arbeit, in jeder anderen nicht.
Wie wir Salpeter beseitigen
Der Belag verschwindet mit dem Wasser. Am Anfang steht deshalb die Abdichtung des Mauerwerks. Wir arbeiten mit der Mauerwerkinjektion, bei der ein Dichtstoff unter Druck in Bohrlöcher gepresst wird und dem Wasser den Weg abschneidet. Danach trocknet die Wand ab.
Der alte Putz bleibt dabei nicht an der Wand. Er ist schadhaft und mit Salzen durchzogen, deshalb kommt er herunter.
Etwa 6 bis 8 Wochen nach der Injektion kommt ein Klimaleichtputzsystem darauf, also ein Putzaufbau, der eigens auf die Injektion abgestimmt ist. Er bindet die Salze und speichert sie im Putz, sodass sie die Oberfläche nicht mehr erreichen. Ist die Wand trocken, entsteht ohnehin kein Nachschub: Ohne Feuchtigkeitstransport wandern keine Salze mehr nach außen.
Was die Beseitigung kostet
Eine Zahl steht hier nicht, denn sie hinge an einer Wand, die wir noch nicht gesehen haben. Die Arbeit ist dieselbe wie bei der Kellertrockenlegung, und daran hängt auch der Preis.
Steigt Wasser aus dem Boden in der Wand auf, reicht eine Horizontalsperre, also eine waagerecht eingebrachte Sperrschicht, und die braucht wenig Material. Drückt Wasser seitlich durch die Wand, geht eine Flächensperre in die ganze Fläche, und das kostet mehr. Je dicker die Wand, desto mehr Dichtstoff. Beim Putz kommt es auf das Mauerwerk an, ein Bruchsteinmauerwerk braucht 2 bis 3 Arbeitsschritte mehr als etwa ein Bimsmauerwerk.
Der sichtbare Belag ist dabei der kleinste Posten.
Was daneben noch auftritt
Wo Salze ausblühen, ist Feuchtigkeit im Spiel, und die zieht weitere Schäden nach sich. Sitzt zusätzlich Schimmel auf dem Putz, gehört die Schimmelsanierung dazu. Steht das Wasser im Mauerwerk, geht es um die Kellertrockenlegung, und wenn von außen ständig neues nachkommt, um die Kellerabdichtung. Wie der Putz danach wieder aufgebaut wird, steht bei den Putzsystemen.
Wo wir arbeiten
Wir arbeiten in der Eifel, im Raum Trier, in Aachen, Düren, Stolberg, Mainz, Rheinhessen und Luxemburg. Welche Orte im Einzelnen dazugehören, steht auf der Seite Standorte.
Kostenfreie Schadensanalyse
Ob hinter dem Belag aufsteigende Feuchte steckt oder Wasser von außen, zeigt eine Messung an der Wand. Der Termin dazu kostet nichts, mehr dazu auf der Seite zur kostenfreien Schadensanalyse.
Telefon 06592 574 27 100
E-Mail info@mh-bautenschutz.de