Der Putz an der Kellerwand platzt in Placken ab, und unten am Boden zieht sich ein dunkler Rand entlang. Der Putz ist dabei nicht die Ursache. Das Wasser kommt von außen durch die Wand oder von unten aus dem Boden, und solange dieser Weg offen bleibt, kommt auch der nächste Putz wieder herunter.

Kellersanierung ist der Sammelbegriff für die Arbeiten, die einen feuchten Keller wieder trocken und nutzbar machen. Welche davon nötig sind, entscheidet das Schadensbild an Ihrer Wand.

Woher das Wasser kommt

Wasser nimmt verschiedene Wege in einen Keller, und jeder Weg verlangt andere Arbeit.

Steigt es aus dem Boden in der Wand nach oben, spricht man von kapillar aufsteigender Feuchte, weil das Mauerwerk das Wasser wie ein Docht zieht. Der Schaden sitzt dann unten und wird nach oben hin schwächer.

Drückt Wasser seitlich gegen die Kellerwand, heißt das Querdurchfeuchtung. Der Schaden steht in der Höhe des Erdreichs, und die Abdichtung an der Außenseite fehlt oder ist mit den Jahren undicht geworden.

Der dritte Fall sieht aus wie ein Wasserschaden und ist keiner. Warme feuchte Luft schlägt sich an der kalten Kellerwand nieder, wie an einem Glas aus dem Kühlschrank im Sommer. Dieses Kondenswasser lässt sich nicht abdichten. Hier geht es um Lüftung, Dämmung und in manchen Fällen um eine Antikondensationsbeschichtung.

Welcher Fall vorliegt, sieht man der Wand nicht an. Deshalb steht am Anfang die Messung.

Wie wir sanieren

Unser Standardverfahren ist die Mauerwerkinjektion. Dabei wird ein Dichtstoff unter Druck in Bohrlöcher gepresst, wo er sich im Stein verteilt und dem Wasser den Weg abschneidet. Wir arbeiten von innen. Das Erdreich bleibt liegen, und es fährt kein Bagger an die Hauswand.

Welche Sperre daraus wird, entscheidet das Schadensbild. Gegen aufsteigende Feuchte setzen wir eine Horizontalsperre, also eine waagerecht in die Wand eingebrachte Sperrschicht, die dem Wasser den Weg nach oben abschneidet. Gegen Querdurchfeuchtung steht die Flächensperre, bei der die Wandfläche selbst abgedichtet wird.

Der alte Putz kommt herunter. Bei einer feuchten Wand ist er schadhaft, durchzogen von Salzen. Ein neuer Anstrich darauf hält keine Saison. Etwa 6 bis 8 Wochen nach der Injektion setzen wir ein Klimaleichtputzsystem auf die Wand, also einen Putzaufbau, der auf die Injektion abgestimmt ist und Salze im Putz bindet, statt sie an die Oberfläche wandern zu lassen.

Von innen geht es fast immer. Läuft an der Wand viel Technik entlang, ein Stromkasten, die Hauptwasserleitung, die von außen hereinkommt, und daneben die Stromzufuhr, dann kommen wir an die Fläche nicht heran. In diesem Fall sagen wir das und verweisen auf eine Abdichtung von außen. Aufgraben gehört nicht zu dem, was wir ausführen.

Wie lange eine Kellersanierung dauert

Von der ersten Arbeit bis zur letzten vergehen 8 bis 10 Wochen. Der größte Teil davon ist Wartezeit: 6 bis 8 Wochen trocknet die Wand ab, und in dieser Zeit ruht die Baustelle. Gearbeitet wird am Anfang und am Ende.

Wohnen bleiben Sie während der Arbeiten im Haus. Schlafen sollten Sie nicht in den Räumen, an denen wir gerade arbeiten.

Bis zum Termin für die Schadensanalyse dauert es in der Regel 7 bis 21 Tage.

Was eine Kellersanierung kostet

Eine Preisspanne steht hier nicht, weil sie ohne den Blick auf Ihre Wand geraten wäre. Woran der Preis hängt, lässt sich dagegen sagen.

Den größten Unterschied macht das Schadensbild. Eine Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchte braucht deutlich weniger Material als eine Flächensperre, die in die ganze Wandfläche geht. Dazu kommt die Wandstärke, denn je dicker die Wand, desto mehr Dichtstoff geht hinein.

Beim Putz entscheidet das Mauerwerk. Ein Bruchsteinmauerwerk braucht 2 bis 3 Arbeitsschritte mehr als etwa ein Bimsmauerwerk, und das kostet Zeit.

Was davon bei Ihnen zutrifft, steht nach der Messung fest.

Die Garantie auf das Injektionsmaterial

Wir sind autorisierter Partnerbetrieb von SchimmelFuchs und setzen deren Injektionsmaterial SF-HIK 25N ein. Darauf gibt SchimmelFuchs 25 Jahre Garantie: Verliert das Material in dieser Zeit seine hydrophobierende Wirkung, weist es also kein Wasser mehr ab, liefert SchimmelFuchs die in der Rechnung ausgewiesene Menge kostenlos nach. Die Frist beginnt einen Monat nach dem Rechnungsdatum. Weitere Ansprüche entstehen aus dieser Garantie nicht, und Ihre gesetzlichen Rechte bleiben davon unberührt.

Wenn ein anderes Verfahren passt

Nicht jeder feuchte Keller braucht die ganze Sanierung. Geht es allein darum, das Wasser draußen zu halten, reicht die Kellerabdichtung. Steht die Frage im Vordergrund, wie das Wasser aus dem Mauerwerk kommt, führt der Weg über die Kellertrockenlegung. Sitzt Schimmel auf dem Putz, gehört die Schimmelsanierung dazu, und für weißen Belag auf der Wand gibt es Salpeter im Keller. Wie der Putz danach wieder aufgebaut wird, steht bei den Putzsystemen.

Wo wir sanieren

Wir arbeiten in den Postleitzahlengebieten 52, 54, 55, 66 und 76, dazu in ganz Luxemburg, wo wir regelmäßig auf Baustellen sind. Zu diesen Gebieten gibt es eigene Seiten:

Kostenfreie Schadensanalyse

Bevor etwas abgeschlagen oder gebohrt wird, sehen wir uns den Keller an und messen die Feuchte im Mauerwerk. Der Termin kostet nichts, es fällt nur eine Anfahrtspauschale von 20 Euro an, die wir bei einem Auftrag wieder verrechnen. Was dabei passiert, steht auf der Seite zur kostenfreien Schadensanalyse.

Telefon 06592 574 27 100
E-Mail info@mh-bautenschutz.de